FAQ: Psychologische Online-Beratung

Im Folgenden finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen im Zusammenhang mit der psychologischen Online-Beratung.

Lupe vor den Worten "Frequently asked Questions"

1) Welche Technik benötige ich?

Zu den erforderlichen technischen Voraussetzungen für die Online-Beratung gehören:

  • Ein PC/Laptop/Tablet mit Webcam, Lautsprecher und Mikro

  • Ein funktionierender Browser (z.B. Internet Explorer, Chrome, Firefox, Safari)

  • Ein ausreichend schneller, persönlicher Internetzugang

  • Idealerweise ein Headset mit Mikrofon

Vor den Beratungssitzungen erhalten Sie von mir per Email einen Zugangs-Link für den von mir verwendeten Videokonferenzanbieter Wire. Dieser Link ist nur für Sie persönlich erstellt und kann gegebenenfalls auch mehrfach genutzt werden. Zur Nutzung von Wire müssen Sie kein Programm herunterladen, sondern können zum vereinbarten Termin einfach auf den Link klicken und werden dann direkt zu unserem Gespräch weitergeleitet.


2) Übernimmt meine Krankenkasse die Kosten?

Leider ist es derzeit per Gesetzgebung nicht möglich, eine Psychotherapie komplett online durchzuführen. Psychologische Online-Beratung, so wie von mir angeboten (also keine Psychotherapie), wird in der Regel nicht von den privaten oder gesetzlichen Krankenkassen oder der Beihilfe finanziert. Mein Angebot richtet sich somit ausschließlich an Selbstzahler/innen.


3) Welche Bezahlmöglichkeiten gibt es?

Die Bezahlung der Beratungsstunden kann per PayPal oder Bank-Überweisung erfolgen.


4) Erhalte ich eine Rechnung?

Selbstverständlich erhalten Sie gerne eine Rechnung über den anfallenden Betrag an Ihre bevorzugte E-Mail-Adresse (auf Wunsch auch passwortverschlüsselt, sodass nur Sie die Rechnung lesen können).


5) Was ist der Unterschied zwischen Psychotherapie und Beratung?

Unter Psychotherapie versteht man die gezielte Behandlung psychischer Erkrankungen. Psychotherapie findet in der Regel in einer Praxis vor Ort (also „offline“) statt. Die anfallenden Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.


Im Rahmen der Beratung, die auch komplett „online“ stattfinden darf, werden keine psychischen Krankheiten behandelt. In meinen Onlineberatungen führe ich somit keine Psychotherapie durch. Mein Beratungsangebot richtet sich an Personen, die zwar psychisch belastet sind und somit ein erhöhtes Risiko tragen, die jedoch (noch) keine ausgeprägte psychische Störung aufweisen.


6) Was sind die Vorteile einer Online-Beratung?

  • Örtliche Flexibilität: Die Beratung kann prinzipiell von überall stattfinden, vorausgesetzt, man ist ungestört und es besteht Zugang zum Internet.

  • Zeitliche Flexibilität: Kurzfristige und unkomplizierte Terminvergaben außerhalb üblicher Praxisöffnungszeiten sind möglich.

  • Anfahrtswege entfallen, was Zeit, Geld und Energie spart.

  • Die höhere Distanz des Onlinekontakts kann helfen, Kontaktängste zu reduzieren und sich schneller zu öffnen.

  • Die Beratung kann über verschiedene Medien (Videochat, Telefon, Email) und nach Wunsch auch komplett anonym erfolgen.

  • Diskretion: Niemand außer Ihnen und mir erhält Einsicht in Ihre persönlichen Angaben oder erfährt von der Tatsache, dass Sie eine Beratung in Anspruch nehmen (also auch keine Krankenkasse, Versicherung o.Ä.).

  • Keine Gefahr der Übertragung ansteckender Erkrankungen (Stichwort: COVID-19)


7) Was sind mögliche Nachteile einer Online-Beratung?

  • Die Art der Kommunikation online ist zunächst etwas unpersönlicher als im direkten Kontakt

  • Es besteht keine Kostenübernahme durch die Krankenkassen

  • Psychologische Online-Beratung ist nicht geeignet bei akuten psychischen Krisen (z.B. Suizidalität) oder ausgeprägten psychischen Störungen (siehe 8.)

  • Technische Probleme (z.B. eine langsame Internetverbindung) können die Beratung erschweren.


8) In welchen Fällen ist eine Online-Beratung nicht geeignet?

Unter bestimmten Umständen ist ein längerfristiger persönlicher Kontakt oder eine umfassendere Form der Unterstützung erforderlich. In diesen Fällen ist eine Online-Beratung nicht die richtige Methode. Dazu gehören:

  • Vorliegen einer ausgeprägten psychischen Störung (z.B. Panikstörung, Depression etc.)

  • Akute psychische Krisen, z.B. Selbst- oder Fremdgefährdung, akute Suizidalität, schädlicher Gebrauch oder Abhängigkeit von Suchtmitteln, psychotische Zustände

  • Situationen unmittelbarer Bedrohung oder Gefährdung (z.B. häusliche Gewalt)

Sollten Sie sich unsicher sein, ob eine psychologische Beratung für Sie das Richtige ist, nehmen Sie gerne unverbindlich Kontakt zu mir auf und wir überprüfen gemeinsam, was in Ihrem Fall angemessen ist.


9) Sind meine Daten sicher?

Selbstverständlich stelle ich höchste Ansprüche an den Schutz der Privatsphäre meiner Klienten/innen – sowohl durch die strikte Einhaltung der Schweigepflicht als auch durch die Berücksichtigung modernster technischer Standards zur Gewährleistung des Datenschutzes. Es findet keine Weitergabe Ihrer persönlichen Daten an Ihre Krankenkasse oder sonstige Dritte statt. Der Schutz Ihrer Privatsphäre wird unter anderem auch durch die Verwendung eines verschlüsselten E-Mail-Programms sowie eines sicheren Videodienstanbieters sichergestellt. Dieser verwendet eine so genannte „Ende-zu-Ende“-Verschlüsselung nach dem aktuellsten Stand der Technik ohne die Nutzung eines zentralen Servers. Persönliche Daten werden also vom Anbieter weder eingesehen oder gespeichert noch unbefugten Dritten zugänglich gemacht.


10) Wie läuft die telefonische Beratung ab?

Bei der telefonischen Beratung wird dieselbe Software verwendet, wie bei der Videoberatung, nur dass die Videofunktion hier ausgeschaltet wird. Es fallen dabei keine zusätzlichen Kosten für Sie an, selbst wenn Sie sich gerade im Ausland befinden sollten.


11) Wie läuft die E-Mail-Beratung ab?

  • Variante 1: E-Mail-Kurzberatung (bis zu 3 E-Mails): Sie schildern mir schriftlich Ihr klar umschriebenes Problem oder Anliegen und erhalten hierzu (innerhalb von 48 Stunden) konkrete Anregungen und Hilfestellungen meinerseits (z.B. Übungen, Empfehlungen, alternative Therapiemöglichkeiten).

  • Variante 2: E-Mail-Beratungspaket (bis zu 10 E-Mails, Zeitraum 5 Monate): Sie teilen mir schriftlich Ihr Anliegen mit, aus welchem wir zunächst konkrete Ziele ableiten und deren Umsetzung schrittweise planen. Sie wenden sich im Verlauf dessen nach Bedarf mit konkreten Fragen an mich und erhalten innerhalb von 48 Stunden mein schriftliches Feedback (z.B. konkrete Übungen, Aufgaben oder Denkanstöße).

Die E-Mail-Beratung ermöglicht Ihnen eine größere zeitliche Flexibilität, da Sie an keinen festen Termin gebunden sind. Dennoch erfordert auch diese Methode Zeit und Ruhe zum Lesen, Schreiben und zur aktiven Umsetzung der Beratungsinhalte.


12) Kann ich die Beratungsmethode jederzeit wechseln?

Ja, ein Wechsel der Beratungsmethode ist möglich. Sie entscheiden, welche Methode Ihren persönlichen Bedürfnissen am besten entspricht.


13) Welche Beratungsmethode eignet sich für mich?

Sie können zwischen drei unterschiedlichen Beratungsmethoden wählen: Videoberatung, Telefonberatung und Emailberatung. Jede Methode bietet verschiedene Vorteile. Meiner Erfahrung nach überwiegen die Vorteile der psychologischen Beratung per Video, da sie einem persönlichen Gespräch von Angesicht zu Angesicht am nächsten kommt. Durch die Übermittlung von Mimik, Gestik und Sprache gehen hier im Vergleich zu den anderen beiden Varianten am wenigsten Gesprächsinformationen „verloren“. Grundsätzlich sollten Sie sich jedoch für diejenige Variante entscheiden, mit welcher Sie sich persönlich am wohlsten fühlen.


14) Ist eine anonyme Beratung möglich?

Eine anonyme Online-Beratung ist möglich. Zur Kontaktaufnahme mit mir empfehle ich Ihnen, eine neue und neutrale Email-Adresse ohne Nennung Ihres Namens anzulegen. Sie können Ihre Anfrage mit einem frei erfundenen Namen oder mit Initialen unterzeichnen, ganz wie Sie möchten. Ihre neu angelegte Email-Adresse können Sie dann auch für die Bezahlung per Paypal verwenden. Sie erhalten zunächst per Email weitere Informationen über den Ablauf der Beratung und können sich frei für eine Beratungsmethode entscheiden. Wenn Sie eine gänzlich anonyme Beratung wünschen, kommt eine Email-Beratung am ehesten in Frage. Alternativ können die Beratungssitzungen telefonisch, also ohne Videoübertragung, stattfinden. Möglicherweise genügt Ihnen aber schon die Gewissheit, dass ich nicht weiß, wie Sie heißen und wo Sie wohnen, sodass wir ganz normal mit Bild und Ton, also per Video, miteinander sprechen können.


15) Wie lange dauert eine Beratung/wie viele Stunden brauche ich?

Als Faustregel für die Dauer der Beratung gilt: So kurz wie möglich, aber so lange wie nötig. Letztendlich ist dies immer individuell im gemeinsamen Austausch zu entscheiden und hängt vom Umfang und der Komplexität der jeweiligen Problematik ab. Bei kleineren Anliegen genügt manchmal schon das 90-minütige Erstgespräch, um entscheidende Veränderungsschritte anzustoßen. Darüber hinaus trägt eine längerfristige Beratung dazu bei, die Lernerfahrungen und positiven Veränderungen nachhaltig zu festigen. Denn: Nachhaltige Veränderung braucht in der Regel ihre Zeit und geschieht nicht über Nacht…


16) Wie häufig finden die Termine statt?

Die Häufigkeit der Beratungssitzungen legen Sie und ich gemeinsam zu Beginn der Beratung fest, je nach Anliegen und persönlicher Situation. In der Regel empfiehlt sich zu Beginn der Beratung ein wöchentlicher oder 14-tägiger Rhythmus, der im Verlauf aber flexibel verändert werden kann.


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